Marylin und Patric Niederhauser gewinnen Saisonauftakt von Startplatz zehn

28 April 2018

Mit einer fulminanten Aufholjagd hat sich der K Racing-Reiter KTM von Marylin Niederhauser und Patric Niederhauser den Rennsieg bei der Premiere des neuen GT4 Central European Cup im Autodrom Most gesichert. Von Startplatz zehn fuhr das Schweizer Duo im spektakulären Auftaktlauf zum Sieg. Als Zweite standen Luca Wollgarten und Moritz Oestreich im PROsport Performance Porsche auf dem Podest, trotz einer Zeitstrafe. Dritte wurden Jörg Viebahn und Rob Severs im Allied Racing Porsche. Den Sieg in der Am Cup Klasse sicherte sich Ivan Vlachkov im Sofia Car Motorsport Sin. Eine turbulente Endphase sorgte für den vorzeitigen Rennabbruch.

 

Beim Start stürmte zunächst Jörg Viebahn im Allied Racing Porsche Cayman GT4 CS MR von Platz vier an die Spitze. Bis zum Beginn des Boxenstopp-Fensters hatte sich Viebahn deutlich vom Verfolgerfeld lösen können, drehte sich allerdings kurz vor dem anstehenden Fahrerwechsel und übergab damit die Führung an Giuseppe Fascicolo im Scuderia Villorba Corse Maserati GranTurismo MC GT4, der von Rang zwei losgefahren war.

Dessen Partner Romy Dall`Antonia verließ die Boxengasse nach dem turnusgemäßen Fahrerwechsel als Spitzenreiter. Der Italiener sah allerdings gleich vier Widersacher in seinem Rückspiegel.

Zunächst setzte sich Moritz Oestreich im PROsport Performance Porsche an die Spitze. Bald darauf zog Hamza Owega im Racing One Audi R8 LMS GT4 nach und übernahm Rang zwei. Zehn Minuten vor dem Ende ließ Owega dann auch Oestreich hinter sich. Auf Rang drei lag hier bereits Patric Niederhauser, der mit dem K Racing-Reiter KTM X-BOW GT4 nach dem Boxenstopp nur auf Platz zwölf unterwegs gewesen war.

Im Kampf um Platz vier kollidierten Rob Severs im Allied Racing Porsche und Romy Dall`Antonia im Scuderia Villorba Corse Maserati. Beide Autos fuhren mit Beschädigung weiter. Als das Feld in die vorletzte Runde ging, rutschte Spitzenreiter Owega an gleicher Stelle auf ausgetretener Flüssigkeit ins Kiesbett und kollidierte beim Zurückkehren auf die Strecke mit Patric Niederhauser. Auch Moritz Oestreich fuhr ins Kiesbett, als er beiden auswich.

Auf der schmutzigen Fahrbahn rutschten mehrere nachfolgende Piloten ebenfalls von der Piste. Deshalb wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen, als noch anderthalb Minuten zu fahren waren.

In der Runde vor dem Abbruch führte der PROsport Performance Porsche vor dem K Racing-Reiter KTM. Dem Porsche wurden allerdings zehn Strafsekunden aufaddiert, weil Luca Wollgarten die weiße Linie an der Boxeneinfahrt überfahren hatte.

Der Auftaktsieg ging damit an Marylin und Patric Niederhauser im K Racing-Reiter KTM. Trotz der Zeitstrafe belegten Luca Wollgarten und Moritz Oestreich im PROsport Performance Porsche den zweiten Rang. Jörg Viebahn und Rob Severs, die im Allied Racing Porsche in den Trubel der Schlussphase verwickelt waren, behielten durch die rote Flagge ihren dritten Platz.

Die Podestränge der Am Cup Wertung waren ebenfalls hart umkämpft. Die Top Drei lagen schließlich innerhalb von 2,7 Sekunden. Solist Ivan Vlachkov gewann im Sofia Car Motorsport Sin R1 GT4 als Gesamtvierter die Am Cup Wertung. Nicolas Schöll verunfallte zwar auf der verschmutzten Fahrbahn, behielt durch den Abbruch mit Partner Freddy Kremer allerdings den zweiten Platz. Der Tscheche Sergej Pavlovec, der den True-Reiter Engineering KTM ebenfalls alleine steuert, wurde Dritter bei seinem Heimrennen.

Hamza Owega im Racing One Audi ist im Ergebnis als Erster gelistet. Als Gaststarter fährt Owega in Most allerdings nicht um Pokale und Meisterschaftspunkte.

Der eSky WP Racing Team Maserati, der von der Pole Position gestartet war, fiel schon in der Anfangsphase zurück. Maciej Marcinkiewicz stellte das Auto beim Pflichtboxenstopp dann endgültig ab.

 

Das zweite Rennen steht am morgigen Sonntag um 14:50 Uhr an. Die Sieger von heute, Marylin und Patric Niederhauser, starten von der Pole Position. Das Rennen wird erneut im Live Streaming übertragen.

 

Fahrer-Stimmen

Marylin Niederhauser: "Am Anfang wurde ich von einem anderen Auto etwas abgedrängt. Danach habe ich richtig Druck gemacht, um die verlorene Zeit wieder gut zu machen. Wir sind dann früh in die Box gefahren. Es bringt nichts, draußen zu bleiben, wenn man viele Autos direkt vor sich hat. Danke an Patric. Seine Aufholjagd war super."

Patric Niederhauser: "Ich hatte viel zu tun. Natürlich wusste ich, dass es schwierig von der Position schwierig wird. Aber ich habe versucht, die Stärke des KTM in den Kurven auszuspielen, denn auf den Geraden fehlt uns etwas Leistung. Das hat super funktioniert."

Ivan Vlachkov: "Es war ein hartes Rennen. Ich hatte nie Zeit um mich zu erholen, denn es waren immer Autos um mich herum unterwegs, gegen die ich mich verteidigen musste. In den letzten Runden habe ich zum Glück die Kollision mitbekommen, bei der die Strecke dreckig wurde. Deswegen wusste ich in der nächsten Runde, dass ich mich da zurückhalten muss. Unser Auto ist gut und ich kann hier mit den anderen Fahrzeugen mithalten."

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