Doppelsieg für KTM, K Racing-Reiter Team gewinnt erneut

30 April 2018

Nach dem gestrigen Auftaktsieg konnten Marylin Niederhauser und Patric Niederhauser auch das zweite Rennen zum GT4 Central European Cup im Autodrom Most für sich entscheiden. Startfahrer Patric Niederhauser fuhr einen großen Vorsprung heraus, den Marylin Niederhauser bis zur Ziellinie verwaltete. Ihre Markenkollegen vom Team Hollinger-Reiter, Benjamin Mazatis und Ilmari Korpivarra, fuhren von Startplatz neun auf den zweiten Rang nach vorne. Dritte wurden Luca Wollgarten und Moritz Oestreich im PROsport Performance Porsche. Der Sieg im Am Cup ging erneut an Ivan Vlachkov im Sofia Car Motorsport Sin.

 

Von der Pole Position setzte sich Patric Niederhauser im K Racing-Reiter KTM X-BOW GT4 bis zum Boxenstoppfenster um über 30 Sekunden ab. Nach dem Fahrerwechsel konnte Marylin Niederhauser die Führung kontrolliert verwalten und den Sieg mit 18,7 Sekunden Vorsprung unter Dach und Fach bringen.

In der Anfangsphase kämpfte sich der Hollinger-Reiter KTM mit Ilmari Korpivarra am Steuer von seinem neunten Startplatz durch das Mittelfeld. Benjamin Mazatis übernahm das Auto auf Rang fünf. In der hartumkämpften Verfolgergruppe hinter Marylin Niederhauser setzte sich Mazatis gegen die Konkurrenten durch und fuhr bis auf Platz zwei nach vorne. Damit sicherte der Hollinger-Reiter KTM einen Doppelsieg für die X-BOW GT4.

Vom achten Startplatz brachte Moritz Oestreich den PROsport Performance Porsche Cayman Pro4 GT4 als Drittplatzierter an die Box. Luca Wollgarten ging als Zweiter wieder auf die Strecke und gab seinen Platz erst kurz vor Schluss an den Hollinger-Reiter KTM ab. Damit standen Oestreich und Wollgarten in beiden Rennen auf dem Podium.

Ivan Vlachkov fuhr mit dem Sofia Car Motorsport Sin R1 GT4 auch heute um die Spitzenplätze im Gesamtfeld. Der Bulgare wurde am Ende Vierter und gewann damit erneut die Am Cup Wertung. Giuseppe Fascicolo und Romy Dall`Antonia feierten im Scuderia Villorba Corse Maserati GranTurismo MC GT4 mit Rang zwei im Am Cup ihren ersten Podesterfolg. Dritter wurde der Österreicher Freddy Fast mit seinem Mercedes-AMG GT4 von Lechner Racing, was auch für ihn das erste Podium markierte.

Lokalmatador Sergej Pavlovec, der gestern noch Dritter der Am Cup Klasse wurde, musste seinen True-Reiter Engineering KTM heute schon in der Anfangsphase mit technischen Problemen abstellen.

Nachdem der Maserati vom eSky WP Racing Team im ersten Rennen mit Getriebeproblemen ausfiel, zog das Team das Auto vom Start im zweiten Lauf zurück.


Fahrer-Stimmen:

Patric Niederhauser: "Ich habe alles gegeben und das Letzte aus dem Auto herausgeholt, um vor dem Fahrerwechsel eine möglichst große Lücke herauszufahren. Das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe meinen Stint sehr genossen."

Marylin Niederhauser: "Ich wusste ja, dass Patric einen riesigen Vorsprung herausgefahren hatte, den ich ins Ziel retten musste. Deswegen habe ich nicht zu viel Druck gemacht, sondern mich darauf konzentriert, sauber zu fahren und keinen Fehler zu machen."

Ivan Vlachkov: "Der Doppelsieg an diesem Wochenende ist ein richtig guter Start in die Saison. Ich werde natürlich versuchen, einfach so weiterzumachen. Heute war es sehr warm und ich habe das Rennen alleine gefahren. Zum Glück hat mir die Hitze nichts ausgemacht."

 

Tschechische Fahrer unterhalten Publikum

Drei Tschechen gingen in Most vor heimischem Publikum an den Start. Einer von ihnen ist David Klar, der im Felbermayr-Reiter KTM sein allererstes Autorennen in Angriff nahm. "Ich komme direkt aus dem Kartsport. Der Sprung zum KTM ist natürlich riesig. Das Auto ist sehr anspruchsvoll und ich muss meinen Fahrstil komplett ändern. Auch an die körperliche Anstrengung muss ich mich gewöhnen. Und natürlich an die anderen Regeln, den Fahrerwechsel und das alles. Aber die Erfahrung wird mehr und mehr", sagte David. "Wir hatten im ersten freien Training ein Getriebeproblem und konnten nicht fahren. Das war gerade für mich als Neueinsteiger schlecht. Aber immerhin habe ich hier in Most schon getestet. Es ist eine tolle Strecke. Man bekommt sogar die Atmosphäre auf den Zuschauerrängen mit."

Auch David Klars Landsmann Sergej Pavlovec saß zum ersten Mal in einem GT4-Rennwagen und stand in Rennen eins auf Anhieb auf dem Podium in der Am Cup Wertung. "Ich komme aus dem KTM X-BOW Battle. Daher kenne ich die Strecke. Das hat mich motiviert, an diesem Wochenende zum ersten Mal einen GT4 KTM zu fahren. Das Auto ist hier aber fünf Sekunden pro Runde schneller und muss anders bewegt werden", so Sergej zu den Unterschieden. "Hier in Most gefällt mir vor allem die schnelle Rechtskurve im Mittelteil. Da braucht man echt viel Mut."

Der dritte Tscheche, Tomáš Pekař, hatte bei seinem Heimspiel ein straffes Programm. Pekař ging auch im Octavia Cup an den Start und konnte beide Rennen gewinnen. "Mein Start im Octavia Cup stand schon früh fest. Vor drei Wochen hat Franjo Kovac mir dann angeboten, mit ihm zusammen im GT4 Central European Cup zu fahren. Ich bin froh, dass ich hier dabei sein kann", sagte Tomáš. "Ich habe wenig Erfahrung mit heckgetriebenen Rennautos. Noch dazu fahre ich hier zwei völlig verschiedene Autos. Die Umstellung dauert immer ein paar Runden. Ich kann das Auto noch nicht am Limit bewegen. Ich möchte vor allem die Zielflagge sehen und dabei das Beste herausholen."

 

Das zweite Rennwochenende findet in drei Wochen bei der Rundstreckentrophy auf dem Red Bull Ring statt. Auf dem österreichischen Formel 1 Kurs werden weitere Teams und Hersteller in den GT4 Central European Cup einsteigen.

Most

28 - 29 April 2018

Red Bull Ring

19 - 20 Mai 2018

Nürburgring

30 Juni - 1 Juli 2018

Slovakia Ring

18 - 19 August 2018

Zandvoort

6 - 7 Oktober 2018